Eine einvernehmliche Lösung muss her, damit die Gesamtschule Wirklichkeit wird.

Aktuell wird über die Einrichtung einer zweiten städtischen Gesamtschule in Velbert beraten. Laut Gutachten ist der Schulstandort Neviges dabei nur zweite Wahl. Die PIRATEN mahnen daher geschlossenes Vorgehen aller Beteiligten an, um eine Gesamtschule zu verwirklichen.

In der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 25. Januar wird über die Einrichtung einer zweiten städtischen Gesamtschule in Velbert beraten. Im Vorfeld wurde im Auftrag der Stadt ein Gutachten erstellt. Insgesamt wurden über 10 Möglichkeiten untersucht [1]. Das Ergebnis:

Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass nur ein zweigliedriges Schulsystem – nur noch Gymnasien und Gesamtschulen – in Velbert sicher und tragfähig sei. Dies würde im Sinn der Eltern sein, die bevorzugt ihre Kinder an diesen zwei Schulformen anmelden und diesen Wunsch in diversen Umfragen geäußert haben. Von einem Beibehalten des Status Quo raten die Gutachter ab.

Ferner wäre laut dem Gutachter die beste Lösung eine weitere Gesamtschule in Velbert Mitte, die im Bereich der Oberstufe mit der vorhandenen städtischen Gesamtschule kooperiert. In Velbert Mitte würden garantiert genug Anmeldungen zustande kommen, um eine Gesamtschule zu etablieren. 

Laut Gutachten ist eine städtische Gesamtschule in Neviges zwar möglich, dafür müssten die Eltern diese aber auch annehmen. Über drei Jahre muss eine neue Gesamtschule mindestens vier Klassen parallel zusammen bekommen, um eine endgültige Genehmigung der Bezirksregierung zu erhalten.

Dazu Ratsmitglied Thomas Küppers, PIRATEN: „Ich fordern alle Parteien sowie die Stadtverwaltung auf, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Nur durch ein gemeinsames Signal lässt sich genug Vertrauen bei den Eltern gewinnen, um eine zweite Gesamtschule zu ermöglichen.“

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Sobald eine zweite Gesamtschule in Velbert entsteht – egal ob in Mitte oder in Neviges – die Martin-Luther-Hauptschule und die Realschule Kastanienallee in Velbert Mitte würden automatisch zu Auslaufmodellen. Die Anmeldungen an diesen beiden Schulen ergeben sich primär aus Schülern, die aktuell keinen Platz an der Gesamtschule bekommen.

Ein Prüfauftrag der Piraten zur Einführung einer zweiten Gesamtschule, unter Beachtung der finanziellen Machbarkeit, wurde in der letzten Schulausschusssitzung im November 2016 allerdings Einstimmig abgelehnt [2].

Quellen:

(2) Prüfauftrag der Piraten zur Machbarkeit einer Gesamtschulen

Antrag Prüfauftrag

 


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