Verwaltung trifft keine Schuld: Marktvergabe war kein Wunschkonzert!

Der Markt in Neviges genießt einen guten Ruf – auch über die Stadtgrenzen hinaus. Damit dies so bleibt, wurde ein neues Bewerbungsverfahren nach den gesetzlichen Vorgaben von der Stadtverwaltung erarbeitet.Die Bewertungen wurden von einer Arbeitsgruppe vorgenommen, die sich aus Vertretern der im Rat vertretenen Fraktionen und der Verwaltung zusammensetzt – Dies alles wurde im Hauptausschuss klar mitgeteilt und beschlossen [1]. Nach der Auswertung des Verfahrens gab es eine Überraschung: Ein auswärtiger Bewerber – die „Deutsche Marktgilde“ – hat drei der vier Standorte gewonnen, auch in Neviges. Diesen Umstand nutzten nun einige Politiker um der Verwaltung Vorwürfe zu machen [2].
Dazu Kreistagsabgeordneter, Thomas Küppers, der als sachkundiger Bürger für die Piraten Fraktion am Auswahlverfahren teilgenommen hat: „Das Auswerten der Unterlagen erforderte kein Fachwissen, sondern war lediglich eine Fleißarbeit. Dem sind nicht alle Fraktionen nachgekommen. Ihre Stimmen zählt deshalb als Enthaltung. Im Nachhinein der Stadtverwaltung den Schwarzen Peter zuzuschieben ist lediglich ein Ablenkungsmanöver von den eigenen Versäumnissen. Leider ist dies nichts Ungewöhnliches in Velbert!“
Die Piraten-Fraktion teilt die Meinung der Stadtverwaltung, dass es ein einwandfreies Verfahren war.
Die Bewertungsbögen waren so gestaltet, dass die Unterlagen der Antragssteller sorgfältig durchgesehen und für jeden der vier Marktplätze einzeln ausgewertet werden mussten. Beurteilt wurden nicht nur reine Fakten, sondern auch subjektive Einschätzungen waren zu bewerten. Fünf Bewertungen wurden von der Stadtverwaltung durchgeführt zuzüglich jeweils eine Bewertung von jeder Fraktion im Stadtrat. Diese 14 Bewertungsbögen wurden dann ausgewertet und das gemeinsame Ergebnis vorgestellt.
Dazu der Fraktionsvorsitzende der Piraten, Martin Schwarz: „Wir verstehen, dass die Werbegemeinschaft enttäuscht ist, weil sie den Zuschlag im Vergabeverfahren nicht erhalten hat. Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses Ergebnis nur ein Jahr gültig ist. Im Winter 2015/2016 soll eine neuerliche Erteilung der Marktfestsetzung durchgeführt werden in die auch die Erkenntnisse aus der Marktbefragung einfließen sollen – dann kann sich jeder wieder bewerben.“

Kommentare

Ein Kommentar zu Verwaltung trifft keine Schuld: Marktvergabe war kein Wunschkonzert!

  1. Tonscheid schrieb am

    Hallo Herr Schwarz,

    wäre Ihr Herr Küppers nicht viel zu spät zu dieser Sitzung erschienen, hätte er die Diskussion auch mitbekommen.
    Nur am Rande, die SPD und CDU hatten 2 Stimmen zu vergeben. Die Rechnung von Herrn Küppers ist somit auch nicht richtig. In der Sitzung erwähnte Herr Küppers
    noch, dass er 8 Stunden für das Ausfüllen der Bewertungsbögen gebraucht hätte. Also ein durchaus leichtes und klares Verfahren, oder?

    Nebenbei gesagt war Herr Küppers in dieser Sitzung auch der Meinung, dass das Verfahren und die Vorgehensweise der Verwaltung nicht korrekt war, erst als es ihm zu lang wurde, wechselt er plötzlich seine Meinung.
    Weniger Klamauk wäre mehr gewesen.

    Gruß

    A.F. Tonscheid

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